Das Refektorium
Das Refektorium (refectio = Erfrischung, Erholung) diente wie schon der Name sagt, als Erholungs- und Speiseraum für die Klostergemeinschaft. Es war und ist eine unverzichtbare Klosteranlage Sie ist schon in der Regel des hl. Benedikt enthalten und schrieb auch dem Stifter Friedrich IV. dies als gegeben vor. Sie ist meistens rechteckig gehalten. Lange Tische dienten als Sitzgelegenheit für die Konventualen (die Laien haften ein eigenes Refektorium). An der Stirnseite saßen die Oberen der Gemeinschaft. Seit dem 14. Jh. ist an der Stirnwand nach Norden das letzte Abendmahl dargestellt, um damit die Mönche zur Mahlzeit (Tischgemeinschaft) einzuladen.

An den Pfeilern sind Medaillons die Szenen aus dem Leben des hl Bernhard darstellen. Hier muß gleich erwähnt werden, daß die Freskenmalerei durch jahrelange Einwirkung von Rauch und Küchendunst Schaden davon getragen hat. Noch dazu kamen im vorigen Jahrhundert unsachgemäße Restaurierungen, so daß die Darstellungen nur schwer zu identifizieren sind. Lediglich der Restaurator Dr. Walliser kannte 1952 noch retten, was zu retten war.
An der Decke die Glorie des Kreuzes, dann die Trinität und Maria auf der Mondsichel. Vor ihr kniet der hl. Bernhard, der von der Brust Marias den Milchstrahl empfängt - die Lactatio. Alles was er predigt, empfängt er von Maria. Links seitwärts: Sturz der feindlichen Mächte - es stellt Abaelard dar, den Bernhard wegen seiner Ratio bekämpfte. Weiters ein Spannungsbogen vom AT durch eine Schlange zum NT - eine Symbolik der Verbindung.